Kaffeesatz, ein häufiger “Abfall” in der Küche, eignet sich hervorragend als Dünger für Pflanzen. Kaffeesatz ist frei von Schadstoffen und kann Blumen- und Nutzpflanzenerde vielseitig bereichern.
Als Lieferant für Kalium und Stickstoff ergänzt der Kaffeesatz nicht nur die Komposterde sondern lockt auch Regenwürmer an (natürlich nur im Komposthaufen und nicht im Blumentopf) die wiederum bei der Auflockerung des Bodens helfen. Man kann getrockneten Kaffeesatz direkt zu seinen Zimmerpflanzen in den Topf geben, besser ist es aber den Kaffeesatz auf den Kompost zu bringen und Ihn dort seine volle Wirkung entfalten zu lassen. Sowohl loser Kaffee aus einer Filterkaffeemaschine als auch Kaffepads eignen sich zum kompostieren. Das Filterpapier verrottet sehr schnell und stört in der Komposterde nicht weiter. Es gibt also keinen Grund mehr seinen Kaffeesatz wegzuwerfen – Kaffee als Dünger ist die ideale Verwendung für Filterkaffee unter Pads.
Die Kaffeepreise steigen nun schon seit einigen Jahren kontinuierlich an, einen so starken Preisanstieg wie in den vergangenen 12 Monaten gab es aber noch nie. Die Gründe für die hohen Kaffeepreise sind vielfältig. Zum einen habe schwierige klimatische Bedingungen starken Einfluss auf die Kaffeeernten und teurer werdende Düngemittel und Pestizide beeinflussen direkt den Verkaufspreis. Im allgemeinen ist die Landwirtschaft teurer geworden und die Kaffeeplantagenbesitzer legen die gestiegenen Kosten selbstverständlich auf den Preis um. Nicht zu letzt hat auch der steigende Ölpreis und der damit steigende Treibstoffpreis einen deutlich gestiegenen Kaffeepreis mit zu verantworten. Schließlich wird unser Kaffee von den größten Kaffeeexporteuren Brasilien und Kolumbien, also aus Südamerika, über tausende Kilometer zu uns verschifft und muss vor Ort (für noch höhere Energiekosten) weiterverarbeitet und über Land weitertransportiert werden. Für teilweise unvorhersehbare Anstiege der Kaffeepreise sorgt auch, dass Kaffee heute nicht nur ein Handelsgut sondern auch ein Spekulationsgut an den Börsenplätzen der Welt geworden ist. Die zeitweise Verdoppelung der Kaffeepreise auf dem Weltmarkt ist jedenfalls mit den allgemein gestiegenen Kosten nicht zu erklären. In letzter Zeit ist immer wieder zu hören “Kaffee war zu billig” und die aktuelle Preisexplosion ist nur eine Anpassung auf ein realistisches Niveau. Ein großer Kaffeeröster verlangt dieser Tage für ein Kilogramm seiner Hausmarke knapp 12 Euro und steigert damit die Kaffeepreise um 15%. Noch härter trifft es unsere Nachbarn aus Österreich wo das viertel Kilo inzwischen 9 Euro (also 36 Euro pro Kilogramm) kostet.
Anscheinend gibt es für die Kaffeepreise nur eine Richtung und zwar nach oben, trotzdem denke ich aber, dass Kaffee auch weiterhin das Lieblingsgetränk der Deutschen bleiben wird. Wem bei den Preisen pro Pfund oder pro Kilogramm ganz schwindelig wird, rechnet sich den Preis am besten auf eine Tasse herunter. Bei ca. 7 Gramm Kaffeepulver pro Tasse kommt man dann auf Kaffeepreise von 5 – 8 Eurocent pro Tasse und das ist der Genuss doch allemal wert.
Latte Macchiato (im deutschen auch gerne falsch geschrieben: Latte Machiato) ist eines der beliebtesten Kaffeegetränke überhaupt. Aus dem italienischen stammend bedeutet Latte Macchiato soviel wie getupfte oder befleckte Milch, es ist also ein gewöhnlicher Milchkaffee. Gewöhnlich? Nicht ganz, das Besondere am Geschmack des Latte Macchiato ist die Struktur die durch viel Milchschaum erzeugt wird.
Latte Machiato Zubereitung:
Ein echter Latte Macchiato besteht aus drei Schichten die, und das ist die Kunst, sich nicht mit einander vermischen sollen. Die unterste Schicht besteht aus heißer Milch, gefolgt von einer Schicht Espresso und zu guter letzt kommt viel Milchschaum zum Abschluss in das Glas. Dadurch das die warme Milch schwerer als der Espresso ist vermischen sich die Schichten nicht, allerdings ist es wichtig, dass der Espresso heißer als die Milch ist. Für einen mittleren Latte Macchiato benötigt man ca. 200 ml aufgeschäumte Milch (am einfachten mit einem kleinen Milchaufschäumer zu machen) und ungefähr 25ml Espresso. Da der Geschmack des Latte Macchiato hauptsächlich durch den Espresso bestimmt wird sollte man hier auf gute Qualität achten. Idealerweise nimmt man hier ein Espressopulver seiner Wahl (bitte nicht den normalen Kaffeekranz Kaffee) und einen Espressobereiter. Als Latte Macchiato Glas eignet sich ein hohes Glas am besten, man kann die einzelnen Schichten gut sehen und hat so nicht nur ein geschmackliches sondern auch ein optisches Highlight zubereitet. Der Latte Macchiato kann pur oder auch mit Zucker getrunken werden, der Zucker sollte aber erst kurz vor dem Trinken hinzu gegeben werden da sich die einzelnen Schichten sonst zu früh vermischen.
Für den schnellen Latte Macchiato zwischendurch eignet sich auch eine Kaffeepadmaschine oder ein Kaffeevollautomat, die Zubereitung ist unkompliziert und die Kaffeemaschinen können alles in einem Rutsch zubereiten. Geschmacklich kommt ein solcher “maschineller” Latte Macchiato aber nicht an einen von Hand zubereiteten heran.
Hier noch ein Bild an dem man die einzlenen Schichten des Latte Macchiato sehr gut erkennen kann, an der Grenze zwischen Kaffee und heißer Milch findet schon eine Vermischung statt. Der leichte Milchschaum in der oberen Schicht vermischt sich nicht mit dem Kaffee.



